Gefühl vs. Verstand

Wenn das Gefühl nicht versteht, ist der Verstand machtlos.

Die Welt strebt nach Verstand,
Dabei geht es doch meist ums Gefühl.

Ohne das richtige Gefühl
ist alles nichts.

Solange das Gefühl nicht versteht,
Ist der Verstand machtlos.

Blaue Angst,
Bunte Freude,
Graue Trauer,
Orangene Wut,
Rote Liebe.
Sie alle setzen den Verstand außer Gefecht,
Ob wir wollen oder nicht.

Selig sind jene, die ihre Gefühle unter Kontrolle wissen,
Fast mag ich sagen, die ihre Emotionen nicht nachteilig kennen,
Doch wer hat wahrlich gelebt,
Der nicht des Styx schlammig-vergorenes Wasser getrunken,
Der nicht Nektar und Ambrosia des Olymps eingeschenkt bekam?
Der nicht an der Süße der Venus genippt,
Der nicht die Flammen der Wut auf seiner Haut gespürt hat?

Wenn ein Gefühl einen umfängt,
Mit seinen schweren Armen
Und man machtlos gegen dies Gewicht,
Dann kann man sich nur bemühen,
Es zu tragen,
Es zu nutzen,
Solange es eben ist.

Das eine Gefühl drückt einen nieder,
Ein Nächstes hebt dafür empor,
Das nächste lässt mir Flügel wachsen,
Ein anderes vergräbt mich tief unter‘m Gras.

Jedes einzelne hat seinen Sinn.
Es will uns zusammen halten,
Will uns Kontrolle geben
Über dieses schwere Leben.

Und egal wieviel Sinn wir ihm beimessen,
Es ist da
Und es bleibt,
Bis wir es annehmen und achten.

Hier

Ich bin nicht dort,
Ich bin hier.

Nicht in Häusern kranker Nerven,
Nicht auf Feldern mit aufrecht stehenden Steinen.

Ich lebe nicht für mich.
Mit all meinen Defiziten,

Bin ich getötet von Subtilität
Und doch wieder auferstanden,

Wandele in patriarchen Gebieten,
Finde meinen Kopf im Schraubstock wieder.

Mit Ölfarbe übertüncht,
Ist die Landschaft der Blessuren nur fühlbar,

Zersplittert vom Kämpfen,
Ein Craquelé der Versehrtheit.

Wie in der Ära der Tantaliden,
Wollen die Qualen nicht weichen.

Sie schweben, wie des Damokles Schwert,
In irdischer Höhe,

Dennoch unerreichbar
Für die eigenen Waffen.

So stelle Dich ihnen,
Mit herakletischem Mut.

Und scheue Dich nicht davor,
Auch wenn Du verendet aus den Schlachten zurückkehrest.

Das Ziel so schwer..

Den Berg erklommen,
Der einst so unerreichbar schien.
So fern erhob er sich,
Versteckt zwischen den Wolken.

Nun schaue ich davon herab,
Tiefe Sehnsucht überkommt mich,
Nach der Schönheit des Aufstiegs,
So unklar und hoffnungsvoll.

Die Luft
Sie ist nun so dünn.
Das Atmen fällt zusehends schwerer,
Meine Lunge ist wie zugeschnürt.

Mein Herz
Es rast, gleich einer Gazelle,
Den Tiger hinter sich,
Sie spürt ihr Ende in jeder Faser.

Mein Magen
vergisst das Arbeiten,
Erstarrt in Angst vor dem Fallen
Und ebenso davor, das Leben zu erhalten.

Hinter Stoff

Gesellschaft hinter Stoff,
Verbirgt auch die versteckten Gefühle.
Wie gewollt
Und doch aus Zufall.

Depressive Häuser
trauern innerlich um’s Leben.
Wie zerstört,
Trotz ihrer Unversehrtheit.

Dunkle Augen blinzeln durch Gitter,
Träumen von alten Tagen.
Wie menschlich,
Obwohl nur aus Stein und Kitt.

Schriftzüge an den Fronten
Künden von Vielfältigkeit in den Straßen.
Wie gewohnt
Und sind doch kein Garant fürs Fortbestehen.

Wünschen wir es uns,
Dass eines Tages alles
Wie bevor
Nur um so vieles freier.

Über das Dichten

Es sind nur Worte auf Papier,
Ein Fluss in Wort und Schrift.
In alter oder neuer Manier,
Elektronisch oder mit einem Stift.

Ein Segen ist es, alle Zeit,
Gefühle auf ein Blatt zu bannen.
Klärt den Kopf, befreit den Geist,
Emotionen, die sonst leicht übermannen.

Dabei ist es gänzlich gleich
Ob man schreibt oder liest.
Erschaffen wird ein unermesslich Geistesreich,
Welches tief durch die Seele fließt.

Alles mit sich reißend ist es

Befreiung

Verständnis
Impression
Expression
Empathie
Begreifen
Loslassen

Und es ist ein Jammer, wenn es verkümmern kann,
Man es schlicht nicht nutzt.
Es belässt bei könnte oder irgendwann
Und denkt es wäre ausgelutscht.

Dabei liegt im Dichten das Erinnern,
Beheimatet Behalten und Bewahren.
Momente, die vorsichtig erschimmern,
Rückblick aus so teuren Jahren.

                                                         Lyrik hat Macht!


                 Trauer ohne Lyrik?

Verloren in der Weite des Seins,

                        Dient  Lyrik als helfender Anker.

  Bringt zurück ins Leben,


                      Auch noch nach 1000 Jahren.

Schmerz

Die dunklen Geister waren wieder ausgesandt,
Sie drangen in Dich ein.
Unbemerkt.

Nun saugen sie Dich aus,
Rauben Dir alle Kraft.
Unwiederbringlich.

1000 Spitz-Äxte graben sich ins tiefe Fleisch,
Hölen Dich von innen aus.
Schmerzverzerrt.

Dieses dumpfe Gefühl im Leib
Und alle Wände brennen.
Lichterloh.

Schmerz ist wie ein Fingerabdruck,
Ist jedem einzigartig.
Individuell.

Ihn von außen zu erkennen, fast unmöglich.
Wie die Wahrheit hinter jeder Stirn.
Undurchsichtig.

Als Kranker, Angeklagter vor Gericht,
Wird genötigt seinen Schmerz zu beweisen.
Ehrlich.

Am Ende steht das Urteil der Gemeinschaft.
Es entscheidet über den Menschen.
Glaubwürdig?

Das Streben nach…

Schönheit ist mein größter Traum

Schönheit ist mein größter Traum. 
Das andere sich an mir betören, 
Nichts soll meinen Anblick stören, 
Ich allein im virtuellen Raum. 

Ich wünsche mir begehrt zu werden, 
Die Welt soll mich verfolgen, 
Alles was mich umgibt ist golden, 
Einzig zu sein auf diesen Erden. 

Das Schöne kann nur das Gute sein. 
Das Streben nach Ebenmäßigkeit, 
Wird zum Garant für  Lebensfähigkeit. 
Deswegen muss alles Gute sein mein. 

                Du bist, was du sein willst 

Erfolg  

             Glück 

                          Leben 

                                             Gute Wahl? 

                          Druck 

      Gesund  

                          Fit 

                                    Sportlich 

Versagen 

                                            Schlechte Wahl? 

               Du bist, was du entscheidest! 

Ich strebe ach so sehr danach, 
Das Gute nur für mich allein, 
Muss zu allen Zeiten bei mir sein. 
Alles, was davor war, es zerbrach. 

Und es ist, als ob es noch zerbricht 
Und ewig mich in Stücke reißt, 
Mir stetig in die Beine beißt, 
Meine Seele in 1000 Stücke sticht. 

Doch nun durchströmt mich Nichtigkeit, 
Wenn ich nur ich bin, 
Wenn ich nicht wie Kunst bin. 
Verhüllt mich wie ein enges Kleid. 

Aber es reicht nicht mehr 
Nur einmal schön zu sein, 
Nur in einem Bild allein. 
Jedes Bild nur blind und leer. 

Ich möcht´s so gern zerreißen, 
Diese Puppe die ich geworden bin. 
Alles Einzigartige ist dahin. 
Die Gedanken, sie entgleisen. 

                                      Verloren  

                     Verlassen 

Verstoßen? 

Und doch fühl ich mich nun befreit? 
Kein Zwang mehr, der mich nun umgibt, 
Auf der Suche nach wem, der mich liebt. 
Bin ich es nicht bereits so lange leid? 

Die Liebe nur in anderen zu finden. 
Kann ich sie nicht NUR in mir ergründen? 

Optimiere 

                      Zuerst  

                                                 Die Liebe 

          Zu deinem Selbst!

Das Stück, zu dem ich diese Zeilen schreiben durfte, von der wunderbaren Robina Steyer.

Für Dich

So wie die Wurzeln einer hundert jährigen Eiche

So stark, wie die Mauern einer ehernen Festung

So sicher und fest verankert fühl ich mich bei Dir

Welcher Sturm auch kommen mag

Und wie tief die Sümpfe der Seele auch sein mögen

Mit Dir an meiner Seite blicke ich all dem mit Zuversicht entgegen

All das Leiden, dass meinen Körper vergiftet hat

Und die dunklen Täler durch die ich gewandert bin

Haben ihren natürlichen Feind endlich gefunden

Nämlich Dich!